10. Februar 2010

Erbsenläuse sind ein sehr gutes Futter für Dendrobaten. Sie sind durch ihre helle Farbe für die Frösche gut zu erkennen. Eingestäubt haftet das Vitaminpulver sehr gut und lange an ihnen da sie es nicht wegputzen wie Drosophilas.

Ich hatte schon desöfteren versucht Erbsenläuse zu züchten mal klappte es zufriedenstellend, mal überhaupt nicht.

Dann habe ich mit einem lieben Freund, dem Thomas Ackermann, gesprochen. Er hat mir dann seinen „Rhythmus“ und Vorgehensweise in der Läusezucht gezeigt.

Seitdem klappt es recht gut.

Ich benutze zur Zucht nur noch die 1000ml Kunststoffbecher.

In diese fülle ich ca. 4cm Blumenerde ein. Darauf kommt ein Stück Zewa damit die Erbsen von der Erde getrennt sind. (Dann fällt beim rausschütteln der Läuse später keine Erde nach).

Das ganze feuchte ich sehr gut an, aber so das kein Wasser stehen bleibt sondern komplett von der Erde und dem Zewa aufgesaugt wird.

Die Ungeschälten Erbsen, die es überall zu kaufen gibt, lasse ich über Nacht in einer Schüssel mit Wasser Quellen. (ca.12-24 Stunden). Auf das Zewa kommen dann ca. 1-2cm Erbsen drauf.

Der Becher wird mit einem Blatt Zewa und einem Gummiring verschlossen. Nun heiĂźt es warten.

Ich stelle die Becher auf eine Fensterbank in meinem Froschraum. Da ist es hell und Warm (ca. 24°).

Am nächsten Tag kann man meist schon die ersten Keimlinge beobachten. Nicht wundern weil sie Richtung Boden Wachsen, denn es handelt sich um die Wurzeln der Erbsenpflanze.

Wenn die Pflanzen nach ca. 3 Tagen um die 1cm hoch gewachsen sind, und sich das erste grün zeigt, Impfe ich die Becher mit einem halben Teelöffel Läuse an.

Keine Angst , die Pflanzen gehen nicht sofort ein sondern Wachsen durchaus weiter.

Bevor ich die Läuse in den Becher gebe, dreh ich diesen vorsichtig um. Dadurch fallen die nicht gekeimten Erbsen heraus und „erschlagen“ mir später bei der Entnahme die Läuse nicht.

Impft man die Dosen zu spät an (wenn die Pflanzen schon zu hoch sind) dann wachsen sie so rasch, das sie nach kurzer Zeit schon den Zewadeckel durchdrücken und einfach zu groß werden.

Nach ca. 1 Woche sind die Pflanzen bis an den Deckel gewachsen und die Läuse haben sich extrem vermehrt. Nun ist die Zeit der „Ernte“ gekommen.

Die Dose wird geöffnet und über eine Plastikschüssel abgeklopft. Dabei Quetsche ich den Becher über der Höhe der Erde zusammen, damit der Ballen mit den Pflanzen im Becher bleibt.

Die Läuse können dann noch mit Vitaminpulver bestäubt werden und sind bereit zum verfüttern.

Ich setze einmal pro Woche 6 Becher an und kann damit 3-4 mal ca. 15 Terrarien „beliefern“.

Zwischendurch sollte man die Erde im Auge behalten. Wird sie zu trocken muĂź man nachgiessen.

Das Wasser sollte dabei nicht über die Pflanzen gesprüht werden da die Läuse sich schnell fallen lassen und eventuell ertrinken oder kleben bleiben.

Alles in allem klappt die Zucht so bei mir recht gut. Die Läuse sind den Fröschen eine willkommene Abwechslung im Speiseplan und könnten sogar einen Teil der Drosophilas ersetzen.

Zumal die Erbsenlaus-Zucht keinen Unangenehmen Geruch erzeugt.

Aktualisiert am 15. Februar 2010

 

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